Auftragsakte
Jeder Auftrag erhält eine eigene digitale Akte für Werkstück, Praxis und Dokumente.
Statt Word und Lieferschein
Laborsiegel hilft gewerblichen Dentallaboren und Praxislaboren, die MDR-Dokumentation direkt am Auftrag zu führen. Zu jedem Werkstück entsteht die Erklärung zur Sonderanfertigung, während Legierungen, Keramiken und Kunststoffe mit ihren Chargen zugeordnet werden.
Der heutige Umweg
Für die Erklärung zur Sonderanfertigung werden Auftragsdaten oft erneut in eine Vorlage übertragen. Wenn später eine Charge gefragt ist, beginnt die Suche in Lieferscheinen, Schubladen und alten Ordnern.
Die Daten zum Werkstück stehen bereits im Auftrag, werden aber noch einmal in Word eingetragen. Jede nachträgliche Änderung kann zwei Dokumente betreffen.
Legierungen, Keramiken und Kunststoffe kommen mit Lieferscheinen ins Labor. Die Verbindung zum einzelnen Werkstück entsteht häufig erst bei einer späteren Nachfrage.
Erklärungen, Materialbelege und Arbeitszettel liegen in verschiedenen Ablagen. Ein vollständiger Vorgang ist dann nicht an einer Stelle einsehbar.
Der Meister ergänzt offene Unterlagen nach der eigentlichen Laborarbeit. Gerade dann fehlen oft Details zum verwendeten Material oder zum konkreten Auftrag.
Der Ablauf
Laborsiegel führt die Angaben nicht in einem losgelösten Formular, sondern dort, wo der Auftrag bearbeitet wird. Die Dokumentation kann während der Arbeit ergänzt und für die Abgabe zusammengestellt werden.
Sie erfassen den Auftrag mit den Angaben, die für das Werkstück und die Erklärung benötigt werden. Wiederkehrende Daten müssen nicht für jedes Dokument neu geschrieben werden.
Beim Verarbeiten ordnen Sie eingesetzte Materialien und Chargen dem Auftrag zu. Zugehörige Belege lassen sich beim Vorgang ablegen.
Für den fertigen Zahnersatz bereiten Sie die Erklärung zur Sonderanfertigung aus den Auftragsdaten vor. Der Auftrag bleibt mit seiner Materialdokumentation verbunden.
Für den Laboralltag
Laborsiegel konzentriert sich auf die Unterlagen, die rund um individuell gefertigten Zahnersatz entstehen. Es soll keine allgemeine Verwaltungssoftware ersetzen.
Jeder Auftrag erhält eine eigene digitale Akte für Werkstück, Praxis und Dokumente.
Die Erklärung zur Sonderanfertigung wird aus den Angaben des Auftrags vorbereitet.
Materialchargen lassen sich den jeweils verarbeiteten Werkstücken zuordnen.
Legierungen, Keramiken und Kunststoffe werden als wiederverwendbare Materialeinträge angelegt.
Lieferscheine und weitere Nachweise können beim zugehörigen Vorgang hinterlegt werden.
Aufträge, Materialien und Chargen bleiben über die Suche auffindbar.
Eine Übersicht zeigt, bei welchen Aufträgen noch Angaben oder Unterlagen fehlen.
Arbeitsplätze im Labor erhalten nur die Zugänge, die für ihre Aufgaben vorgesehen sind.
Was sich dadurch ändert
Die Dokumentation soll den Arbeitsschritt begleiten, nicht den Feierabend blockieren. Laborsiegel macht die Verbindung der Unterlagen im einzelnen Auftrag sichtbar.

Auftragsangaben stehen dort bereit, wo die Erklärung vorbereitet wird. Das reduziert erneutes Abschreiben aus Arbeitszetteln und Karteien.
Die Materialzuordnung bleibt beim konkreten Zahnersatz nachvollziehbar. Bei Rückfragen muss nicht zuerst die passende Liefermappe gesucht werden.
Für die Praxis lässt sich die Erklärung passend zum Werkstück vorbereiten. Das Labor behält den zugehörigen Vorgang in seiner Ablage.
Offene Angaben werden im Vorgang sichtbar. So kann Dokumentation abgeschlossen werden, bevor ein Auftrag aus dem Haus geht.
Rechtsgrundlagen prüfen
Laborsiegel ersetzt keine rechtliche Beratung und erklärt kein Werkstück pauschal für regelkonform. Die folgenden Pflichten gelten für Hersteller von Sonderanfertigungen nach der MDR und sind im deutschen Markt unmittelbar zu beachten.
Hersteller von Sonderanfertigungen müssen für jede Sonderanfertigung eine Erklärung gemäß Anhang XIII der MDR erstellen. Die Erklärung enthält unter anderem Angaben zum Hersteller, zur Identifizierung des Produkts und die Bestätigung, dass das Produkt für einen bestimmten Patienten bestimmt ist.
Grundlage: Anhang XIII Abschnitt 1, Verordnung (EU) 2017/745Der Hersteller erstellt und hält die technische Dokumentation für Sonderanfertigungen bereit. Die Dokumentation muss Angaben zu Auslegung, Herstellung und Leistungsdaten enthalten, damit sich die Übereinstimmung mit den allgemeinen Sicherheits- und Leistungsanforderungen bewerten lässt.
Grundlage: Anhang XIII Abschnitt 2, Verordnung (EU) 2017/745Hersteller halten die technische Dokumentation, die EU-Konformitätserklärung und einschlägige Unterlagen nach dem Inverkehrbringen des letzten Produkts mindestens zehn Jahre lang bereit. Für implantierbare Produkte gilt eine Frist von mindestens fünfzehn Jahren.
Grundlage: Artikel 10 Absatz 8, Verordnung (EU) 2017/745
Julien Jimenez ist Herausgeber und Autor der Fachbeiträge von Laborsiegel. Zur Autorenseite
Laborsiegel befindet sich in der Pilotphase. Gesucht werden Erstanwender aus Dentallaboren und Praxislaboren, die das Produkt an ihrem realen Dokumentationsablauf prüfen möchten.
Pilotzugang
Die Pakete richten sich nach der Zahl der Arbeitsplätze im Labor. Für die Pilotphase ist eine Vorführung der sinnvolle erste Schritt, damit der Ablauf zu Ihren Aufträgen passt.
Für Meister, die einen Arbeitsplatz zunächst für ihre eigene Dokumentation einsetzen möchten.
29 Europro Monat
Für den Einstieg im kleinen Umfang.
Für Dentallabore und Praxislabore mit bis zu fünf Arbeitsplätzen.
49 Europro Monat
Für Labore mit gemeinsamem Ablauf.
Für Labore mit mehr als fünf Arbeitsplätzen und mehreren beteiligten Bereichen.
89 Europro Monat
Für den Einsatz über mehrere Arbeitsplätze.
Alle Preise verstehen sich pro Monat zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Es gibt keine Jahresvorauszahlung als Voraussetzung für den Einstieg.
Fragen aus dem Labor
Hier stehen die Fragen, die bei der Dokumentation von Sonderanfertigungen meist zuerst auftauchen.
Nein. Das Labor bleibt als Hersteller für die Vollständigkeit und Richtigkeit seiner Unterlagen verantwortlich. Laborsiegel soll die erforderlichen Angaben im Auftragsablauf strukturieren und auffindbar halten.
Ja, Laborsiegel ist darauf ausgerichtet, die Erklärung aus den Daten des konkreten Auftrags vorzubereiten. Vor der Ausgabe prüfen Sie die Angaben für das einzelne Werkstück.
Sie ordnen die Charge eines verarbeiteten Materials dem Auftrag zu. Materialbelege können beim Vorgang abgelegt werden, damit die Zuordnung nicht nur auf einem separaten Lieferschein steht.
Ja. Der Ablauf richtet sich an Praxislabore und gewerbliche Dentallabore, die individuell gefertigten Zahnersatz dokumentieren. Entscheidend ist der Dokumentationsbedarf am einzelnen Werkstück.
Nein. Für den Start kann es sinnvoll sein, neue Aufträge ab einem gemeinsam festgelegten Zeitpunkt in Laborsiegel zu führen. Wie bestehende Ablagen einbezogen werden, klären wir in der Vorführung.
Laborsiegel befindet sich in der Pilotphase. Frühe Labore können das Produkt kennenlernen und Rückmeldung dazu geben, ob der Ablauf zu ihrer Werkstatt passt.
Senden Sie eine Anfrage mit Laborgröße und Ihrem derzeitigen Ablauf. Dann besprechen wir, welche Unterlagen Sie heute führen und welche Fragen Sie zunächst im Produkt sehen möchten.
Laborsiegel Magazin
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Nennen Sie kurz die Größe Ihres Labors und die Unterlagen, die heute besonders viel Nacharbeit verursachen. Eine konkrete Frage zur Chargendokumentation ist ebenso willkommen.